Vater und Tochter in den Pyrenäen verirrt: Fünf Jahre später entdecken Wanderer, was in einer Felsspalte verborgen war.

Vater und Tochter in den Pyrenäen verirrt: Fünf Jahre später entdecken Wanderer, was in einer Felsspalte verborgen war.

Von da an wurde der Abstieg schwieriger. Der Riss verbreiterte sich auf einer Seite und bildete eine unregelmäßige Höhle. Sie leuchteten mit einer Taschenlampe die Gegend ab und entdeckten etwas, das wie ein kleines, provisorisches Lager aussah: die Überreste einer Heizdecke, eine leere Dose, ein kurzes Seil und ganz unten ein leicht feuchtes Notizbuch.

Morel öffnete es vorsichtig. Viele Seiten waren unleserlich, aber einige Wörter waren erkennbar: „Er steht nicht auf“, „Er wartet“, „Er ist verletzt“, „Wir hören Stimmen“. Es standen keine Namen darin, aber die Handschrift schien von Julián zu stammen.

Der beunruhigendste Satz stand auf einer Seite in der Mitte:

„Ich kann mich nicht bewegen. Sie muss hierbleiben …“

Der Satz endete dort, abgebrochen, als hätte Julián abrupt aufgehört zu schreiben.

„Hier ist etwas Schlimmes passiert“, sagte Morel. „Julian ist verletzt, aber Clara lebt noch.“

\