Die wahrscheinlichste Erklärung war, dass sie nach einem Teilsturz verschüttet worden waren. Doch eine entscheidende Information fehlte: Von den Leichen fehlte jede Spur. Angesichts der Tiefe der Höhle war es unwahrscheinlich, dass sie spurlos entkommen konnten.
Bei der Erkundung der Höhle entdeckte einer der Retter Markierungen an der Wand: drei vertikale Linien, die sich mehrmals wiederholten, wie ein einfacher Code, vielleicht zum Zählen der Tage.
„Es sind mindestens dreißig Markierungen“, berichtete er.
Dreißig Tage. Ein Monat gefangen.
Der Druck der Medien wuchs, und die Polizei erweiterte das Suchgebiet. Zum ersten Mal tauchte eine zuvor undenkbare Hypothese auf: die Beteiligung einer weiteren Person.
Diese Theorie wurde bestärkt, als ein Retter am Ende des Tages ein modernes und relativ neues Seil fand, das weder Julián noch Clara noch den in dem Gebiet tätigen Teams gehörte.
„Jemand war schon einmal hier“, sagte Morel und blickte zum Berg, als ob dieser ihm antworten könnte.