Bestimmte ältere Antidepressiva wie Amitriptylin (manchmal auch bei Nervenschmerzen oder Schlafstörungen verschrieben) können bei manchen Menschen Herzfrequenz und -rhythmus beeinflussen. Moderne Leitlinien von Herzexperten empfehlen daher häufig eine Überprüfung dieser Medikamente, da neuere Alternativen ähnliche Vorteile bieten und für Senioren weniger kardiovaskuläre Risiken bergen.
Das Interessante daran ist: Keines dieser Medikamente ist per se „schlecht“. Entscheidend ist, wie sie zu Ihrer individuellen Gesundheitssituation nach dem 60. Lebensjahr passen.
Praktische Schritte für Ihre Herzgesundheit
Sie müssen nicht von heute auf morgen alles umkrempeln. Kleine, konsequente Maßnahmen bewirken den größten Unterschied. Probieren Sie diese einfachen Tipps noch heute aus:
Erstellen Sie eine vollständige Medikamentenliste inklusive Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln und bringen Sie diese zu Ihrem nächsten Arzttermin mit.
Bitten Sie Ihren Arzt oder Apotheker, mindestens einmal jährlich eine umfassende Medikamentenüberprüfung durchzuführen.
Erkundigen Sie sich gegebenenfalls nach risikoärmeren Alternativen wie Paracetamol bei gelegentlichen Schmerzen anstelle von NSAR.
Achten Sie auf neue Symptome wie Knöchelschwellungen, unerwartete Müdigkeit oder Herzrhythmusstörungen und notieren Sie diese für Ihren Arzttermin. Achten Sie auf einen herzgesunden Lebensstil mit regelmäßigen, leichten Spaziergängen, einer herzfreundlichen Ernährung und ausreichender Flüssigkeitszufuhr. Viele Patienten, mit denen ich gesprochen habe, waren überrascht, wie schnell ihr Arzt einfache Alternativen vorschlagen kann, sobald das Gespräch beginnt. Die Erleichterung, zu wissen, dass Ihre Behandlung auf Ihr Alter abgestimmt ist, ist das kurze Gespräch wert.