Deshalb sollte anhaltender Mundtrockenheit niemals als rein kosmetisches Problem abgetan werden. Sie ist oft das erste sichtbare Anzeichen dafür, dass etwas tieferliegendes nicht stimmt.
Die billigste Lösung wird am wenigsten beachtet, und genau deshalb wird dieses Problem immer wieder ignoriert.
Was wirklich hilft
Wasser ist wichtig, aber Wasser allein ersetzt nicht den Speichel. Sie müssen die Speicheldrüsen anregen, die Mundschleimhaut schützen und die Faktoren reduzieren, die dem Mund Feuchtigkeit entziehen.
Zuckerfreier Kaugummi oder Lutschtabletten können die Speichelproduktion anregen. Alkoholfreie Mundspülungen, Speichelersatzmittel, ein Kaltvernebler in der Nacht und weiche, feuchtigkeitsreiche Lebensmittel können verhindern, dass der Mund bis zum Morgengrauen austrocknet.
Wenn die Trockenheit morgens am stärksten ist, sollten die Atemwege im Schlaf untersucht werden. Treten zusätzlich Durst und häufiger Harndrang auf, sollte der Blutzuckerspiegel überprüft werden. Bei brennenden Augen muss eine Autoimmunerkrankung ausgeschlossen werden.
Das ist der Punkt, den die meisten übersehen: Mundtrockenheit ist kein einzelnes Problem. Sie ist ein Signal, und dieses Signal verändert sich je nach anderen Vorgängen im Körper.
Die meisten Menschen bekämpfen nur das Symptom. Klüger ist es, das Muster zu analysieren.
Der entscheidende Faktor
Eine weit verbreitete Angewohnheit kann den gesamten Prozess zunichtemachen, bevor er überhaupt beginnt: die abendliche Verwendung von alkoholhaltigem Mundwasser. Es entzieht dem Mund die ohnehin schon geringe Feuchtigkeit und macht ihn am Morgen noch trockener.
Das ist, als würde man einen trockenen Boden mit Benzin wischen und das als Reinigung bezeichnen.
Die nächste Frage, die viel zu selten gestellt wird: Welche Medikamente verursachen gemeinsam Mundtrockenheit? Dieses eine Gespräch kann alles verändern – wie sich Ihr Mund anfühlt, wie Sie essen und wie Sie schlafen.
Das nächste Thema überrascht die meisten: die Kombination von Medikamenten, die auf ein verstecktes Drüsenproblem hinweist, noch bevor Bluttests etwas ergeben.
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine professionelle medizinische Beratung. Bitte wenden Sie sich für eine individuelle Beratung an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.