Ein trockener Mund ist keine harmlose Kleinigkeit. Er ist ein Warnsignal, das aufleuchtet, wenn die Speichelproduktion nachlässt. Zuerst leiden die Zähne, das Schlucken, die Atmung in der Nacht und die Nahrungsaufnahme.
Das rissige, papierartige Gefühl auf der Zunge nach dem Aufwachen ist kein Zufall. Es entsteht, wenn die Flüssigkeit, die den Mund bedecken, reinigen und schützen soll, fehlt und das Gewebe wie blanke Drähte im Sturm freiliegt.
Man nimmt einen Schluck Wasser, und für einen Moment scheint der Schaden geringer. Doch dann kehrt die Trockenheit mit voller Wucht zurück, der Mund klebt, der Atem wird muffig, und selbst ein einfaches Frühstück wird zur Qual.
Was die Medizin als „einfach nur das Älterwerden“ abtut, ist oft etwas viel Wichtigeres: eine Medikamentenbelastung, Schlafprobleme, Blutzuckerschwankungen oder ein geschwächtes Immunsystem, das sich an einer Stelle bemerkbar macht, an die niemand denkt.
Das ist die eigentliche Falle: Ein trockener Mund ist selten die ganze Wahrheit. Er ist wie der erste Riss in einem Boden, der unter Ihnen einbrechen kann.