Riesige Hagelkörner, endlose Blitze und markerschütternder Donner: In der Nacht von Freitag auf Samstag brach das Unwetter los. Stundenlang galt die Warnstufe Orange, und Teile des Landes waren besonders stark betroffen; ein Mensch kam dabei ums Leben.
**So viele Blitzeinschläge**
Laut KNMI registrierten die Blitznetze letzte Nacht 188.307 Blitzeinschläge. Das ist eine außergewöhnlich hohe Zahl für unser Land. Es handelte sich dabei sowohl um Entladungen in den Wolken als auch um Blitzeinschläge am Boden, die sich über weite Teile der Niederlande erstreckten.
Das hatte seinen Grund, erklärt Meteorologe Robert de Vries: „Die Luft war voller Energie.“ Diese Energieentladung traf genau zum falschen Zeitpunkt: nach einem brütend heißen Tag, an dem die Atmosphäre wie eine gespannte Feder gespannt war.
**Hitze als Brennstoff**
Tagsüber stiegen die Temperaturen in weiten Teilen des Landes auf über 30 Grad, örtlich sogar auf 35 Grad. Warme Luft steigt schnell auf. Je wärmer die Oberfläche, desto stärker die Aufwinde und desto heftiger können die Schauer werden.
Meteorologen sprechen gern von der „Energie“ in der Luft, oft zusammengefasst als CAPE (kontinuierlich beobachtete potenzielle Energie): einfach ausgedrückt, die Triebkraft für Gewitter. Am Freitag herrschten hohe CAPE-Werte, die es den Cumuluswolken ermöglichten, sich zu gewaltigen Schauern mit enormen Auf- und Abwinden zu entwickeln.
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