Mit zunehmendem Alter durchläuft der Körper viele Veränderungen, von denen einige verwirrend oder beunruhigend sein können.
Ein häufiges Problem ist das Auftreten harter Knötchen an den Fingergelenken, insbesondere in Nagelnähe. Diese Knötchen können ungewöhnlich aussehen und manchmal Beschwerden verursachen, was Fragen nach ihrer Ursache und Bedeutung aufwirft.
Bei diesen Knötchen handelt es sich in der Regel um knöcherne Auswüchse, sogenannte Knoten, die meist mit Arthrose in Verbindung stehen – einer Erkrankung, bei der sich der Gelenkknorpel allmählich abnutzt. Sie bilden sich häufig an den Gelenken nahe den Fingerspitzen und können die Haut gespannt oder glänzend erscheinen lassen.
Die häufigste Form sind die Heberden-Knoten. Sie entstehen, wenn sich Knorpel abbaut und die Knochen aneinander reiben. Als Reaktion darauf bildet der Körper zusätzliches Knochengewebe, um das Gelenk zu stabilisieren. Dies führt zu den harten Knötchen an den Fingern. Diese Erkrankung tritt häufiger bei Frauen auf, insbesondere ab 45 Jahren.
Im Verlauf der Arthrose können diese Knoten an mehreren Fingern auftreten und so den Eindruck erwecken, sich auszubreiten. Genetik, Alterung und wiederholte Belastung der Hände tragen zur Entstehung und Verschlimmerung dieser Erkrankung bei.
Neben den sichtbaren Knötchen können Schmerzen, Steifheit und eingeschränkte Beweglichkeit der Finger auftreten.
Feinmotorische Tätigkeiten wie Knöpfe schließen oder Schreiben können schwieriger werden. Kälte oder Bewegungsmangel können die Symptome verschlimmern.
Ärzte diagnostizieren diese Knötchen in der Regel durch eine körperliche Untersuchung und können Röntgenaufnahmen anfertigen, um Gelenkschäden zu beurteilen. Obwohl diese Knoten meist harmlos sind, können ähnliche Symptome – insbesondere bei starken Schmerzen oder Schwellungen – auch auf andere Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis hinweisen.
Eine Heilung ist zwar nicht möglich, die Symptome lassen sich jedoch lindern. Schmerzmittel, Schienen, warme oder kalte Kompressen und sanfte Handübungen können die Beschwerden reduzieren und die Beweglichkeit erhalten.
Auch die Förderung gesunder Gewohnheiten im Alltag – wie die Verwendung ergonomischer Hilfsmittel, regelmäßige Bewegung und eine gesunde Ernährung – unterstützt die Gelenkgesundheit. Verschlimmern sich die Symptome jedoch oder beeinträchtigen sie den Alltag erheblich, ist es wichtig, einen Spezialisten für weitere Untersuchungen und Behandlung aufzusuchen.
Keine verwandten Beiträge.