Die Kabine ist in eine fast unwirkliche Stille gehüllt, die nur vom Prasseln des Regens auf der Windschutzscheibe unterbrochen wird. Für diejenigen, die es gewohnt sind, ins Auto zu steigen und automatisch den Schlüssel umzudrehen, hat sich die Welt schlagartig verändert. Eile und die unbeschwerte Leichtigkeit eines gemütlichen Abends sind passé, denn ein kleines elektronisches Auge überwacht nun jeden Atemzug, noch bevor der Motor den ersten Laut von sich gibt. In dieser neuen Normalität ist die Grenze zwischen Bewegungsfreiheit und totalem Lockdown hauchdünn.
Die Atmosphäre ist angespannt, elektrisiert von Erwartung: Die Hand umklammert den Schnorchel, während die Gedanken die Nacht des Fehlers Revue passieren lassen, die zu diesem Punkt geführt hat. Es geht nicht mehr nur um gesunden Menschenverstand, sondern um eine technologische Beschränkung, die keinen Widerspruch zulässt, einen stillen Wächter, der das Starten des Autos zu einer entscheidenden Prüfung macht. Der Schleier der Sicherheit, der einst unsere Straßen umhüllte, hat sich grundlegend gewandelt und die Aufmerksamkeit vom Kontrollpunkt am Straßenrand zum Kontrollpunkt im Innenraum, direkt unter dem Armaturenbrett, verlagert.