Alles wird getan, um sicherzustellen, dass es nicht funktioniert.
Angesichts der offensichtlichen Wirkungslosigkeit der gängigsten in Apotheken erhältlichen Magnesiumpräparate und nach dem Rat einiger Autoren (z. B. Michel Dogna¹ oder „Magnesiumchlorid: Ein wenig bekanntes Wundermittel²“) konzentrierte ich mich auf Magnesiumchlorid bzw. Magnesiumsulfat, da ich es für eine der einfachsten und in mancher Hinsicht gesündesten Formen hielt. Tatsächlich existieren jedoch viele weitere Formen, denn Magnesium ist ein positiv geladenes Atom (es gehört zur Gruppe der Metalle), das sich mit negativ geladenen Verbindungen verbindet, ähnlich wie sich Magnete anziehen. Durch diese Verbindung entsteht chemisch gesehen ein Salz. Dieses Salz kann ein Sulfat, ein Chlorid oder eine andere Verbindung sein: Zitronensäure (Magnesiumcitrat), Gluconsäure (Magnesiumgluconat), Milchsäure (Magnesiumlactat), Stearinsäure (Magnesiumstearat) usw. Es gibt zahlreiche Magnesiumsalze.
Wenn der Körper Magnesium aufnimmt, gibt er seinen Trägerstoff zurück. Deshalb verursacht Magnesiumsulfat übelriechenden Durchfall: Schwefel riecht nach faulen Eiern. Aus demselben Grund sollte man Chlor meiden: Es ist gesundheitsschädlich, während ein angebliches Wundermittel (Chlordioxid-Ion) unter dem Namen MMS verkauft wird. Tatsächlich haben mir einige Leute sehr positive Rückmeldungen zu diesem Produkt gegeben, aber Vorsicht ist geboten (informieren Sie sich vorher gründlich!).
Jedes Magnesiumsalz wirkt anders. Ich habe zum Beispiel festgestellt, dass Magnesiumchlorid gegen Infektionen wirksam ist. Seine Wirkung setzte viel schneller ein als die anderer Salze. Sein ausgeprägt bitterer Geschmack war jedoch ziemlich unangenehm. Deshalb habe ich es nur im Notfall eingenommen, zum Beispiel um die ersten Erkältungssymptome zu lindern (1 Teelöffel 3-mal täglich für 2 bis 3 Tage in Fruchtsaft). Magnesiumsulfat war aufgrund seiner durchfallauslösenden Wirkung nützlich, um gleichzeitig den Darm zu reinigen. Je mehr Magnesium der Körper aufnahm, desto heftiger wurde der Durchfall. Ein guter Indikator für die Wirkung! Diese kurzen, intensiven Magnesiumbehandlungen sollten jedoch nicht über einen längeren Zeitraum erfolgen. Tatsächlich wird empfohlen, lediglich Magnesiumpräparate einzunehmen, und die Behandlungsdauer sollte 20 Tage nicht überschreiten. Nach etwa zwei Wochen scheint Magnesium keine Wirkung mehr zu zeigen. Abgesehen von bestimmten spezifischen und gelegentlichen Bedürfnissen müsste es jedoch mindestens drei Monate lang eingenommen werden, um therapeutisch wirksam zu sein. Warum sind diese Effekte nur von kurzer Dauer, und wie konnte diese Grenze verschoben werden?
Magnesium verteilt sich im Körper wie folgt:
65 % des Magnesiums befinden sich in den Knochen (und ja, es besteht aus mehr als nur Kalzium!),
34 % in den Zellen,
1 % im Blut.
Erste Feststellung: Die Messung des Magnesiumspiegels im Blut ist völlig nutzlos. Sie liefert kaum Informationen, da sich der größte Teil des Magnesiums an anderer Stelle befindet! Es wäre weitaus aussagekräftiger, den intrazellulären Magnesiumspiegel zu messen (Erythrozyten-Magnesium-Assay). Dieser Test wird jedoch nie verordnet. Dasselbe gilt für alle anderen Parameter: Das Blut wird zwar beobachtet, aber was in den Zellen vor sich geht, bleibt nebensächlich (der klassische Fall von Schwermetallen, die im Blut nicht nachweisbar sind, aber in den Zellen gespeichert werden). Auch der Magnesiumgehalt der Knochen lässt sich nicht messen.
Zweite Beobachtung: Das Blut kann leicht mit Magnesium gesättigt werden, da wir es nur in geringen Mengen aufnehmen können! Und genau das passiert mit der Zeit. Magnesium gelangt zwar schnell ins Blut, aber seine Bioverfügbarkeit (seine Fähigkeit, in die Zellen einzudringen) ist gering. So ist das Blut innerhalb weniger Tage mit Magnesium überladen. Es verliert dann seine Wirkung.
Wie ich später feststellte, sind weitere Details überraschend. Hätte ich den Prozess sabotieren wollen, hätte ich es nicht besser machen können. Wenn ein Bluttest keinen Mangel zeigt und eine kurze Magnesiumkur wirkungslos oder sogar kontraproduktiv ist, neigt man dazu, dieses Mittel zu verwerfen. Schließlich schenkt die Medizin ihm im Vergleich zu dem überschwänglichen Lob für Kalzium und Milchprodukte (das übrigens schlichtweg falsch ist) wenig Beachtung. Doch schon ein wenig Recherche zu diesem Spurenelement genügt, um seine Bedeutung und seinen Wert zu verstehen. Es ist kein Zufall, dass es in Knochen und Zellen so reichlich vorhanden ist. Inhalt für Heimwerker und erfahrene Anwender
Die wahre Rolle von Magnesium
Magnesium ist an über 300 Stoffwechselreaktionen beteiligt, die sich jedoch in zwei Hauptfunktionen zusammenfassen lassen:
1 – Ein Schadstoffbekämpfungsmittel