Jeden Sommer, sobald die Tomatenpflanzen reif sind und die Luft federleicht ist, sehe ich im Spiegel dasselbe: Meine Augenlider sind etwas violetter, ein paar Äderchen treten stärker hervor, und selbst der dünnste Concealer, den ich auftrage, setzt sich in den Fältchen ab, noch bevor ich meinen Eistee ausgetrunken habe. Früher habe ich stundenlang Make-up aufgetragen und mich abgepudert, bis ich älter aussah, als ich war. Heute schätze ich alles, was schnell geht, sich leicht anfühlt und lange hält.
Den Trick, den ich euch heute verrate, verdanke ich meiner Nachbarin. An einem heißen Julinachmittag, als wir beide Sandalen trugen und die Sonne hell auf die Kiesauffahrt schien, sah sie meine Schminkprobleme und zeigte mir eine einfachere Methode: Zuerst neutralisiert man den Teint mit einer sehr leichten Schicht im richtigen Farbton und trägt dann eine ultraleichte Schicht auf, die gut haftet, anstatt einen dicken Film auf der Haut zu bilden. Es dauert nur etwa zwei Minuten, ist kinderleicht und bei warmem, feuchtem Wetter viel effektiver als das direkte Auftragen einer dicken Schicht Concealer auf die ungeschminkten Lider.
1. Warum verschlimmern sich violette und geäderte Augenlider im Sommer?
Die Haut der Augenlider ist eine der dünnsten Hautschichten des Körpers, oft weniger als einen Millimeter dick, wodurch die blauvioletten Äderchen sehr deutlich sichtbar sind. Bei Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit und leichten Schwellungen durch salzreiche Ernährung, Allergien oder Schlafmangel kann diese Verfärbung noch intensiver werden. Ende Juli, wenn die Temperaturen auf 31 bis 36 Grad Celsius steigen und die Luftfeuchtigkeit über 70 % liegt, werden die Pigmente weicher, verschieben sich und sammeln sich in den kleinsten Fältchen.