Die wirtschaftlichen Folgen sind ein herber Schlag für Autofahrer: Die Installation des Systems kann bis zu 2.000 € kosten und muss vollständig vom Bürger getragen werden.
Es handelt sich dabei nicht um eine einmalige Ausgabe, da die Anschaffungskosten auch die Kosten für regelmäßige Kalibrierung, Wartung und Einweg-Mundstücke umfassen. Wer mit einem Blutalkoholwert zwischen 0,8 und 1,5 g/l erwischt wird, muss das Gerät zwei Jahre lang installieren lassen. Bei Werten über 1,5 g/l verlängert sich die Frist auf mindestens drei Jahre.
Eines der kritischsten Probleme, das Federcarrozzieri hervorhebt, betrifft die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen. Ist das einzige Auto einer Familie mit einer Alkohol-Wegfahrsperre ausgestattet, muss jeder, der es fahren möchte – selbst unschuldige Fahrer – einen Atemalkoholtest mit einer Null-Promille-Grenze absolvieren. Das bedeutet, dass ein Verwandter oder Mitbewohner selbst nach einem Glas Wein beim Abendessen nicht fahren darf, andernfalls wird das Fahrzeug beschlagnahmt. Die Strafen für diejenigen, die versuchen, das System zu umgehen, sind äußerst hoch.
Wer trotz der Vorschrift ohne das vorgeschriebene Gerät ein Fahrzeug führt, riskiert Geldstrafen zwischen 158 € und 638 € sowie einen Führerscheinentzug von bis zu sechs Monaten. Bei Manipulation oder Veränderung des Geräts verdoppeln sich die Strafen. Jeder Versuch, die Elektronik zu täuschen, ist daher äußerst riskant und kann zum dauerhaften Entzug der Fahrerlaubnis führen.