Der Satellit maß Bodentemperaturen von 48 °C in Madrid, 44 °C in Rom und jeweils 46 °C in Poitiers (Frankreich) und Saragossa (Spanien). Die Bodentemperaturen in Nordafrika sind deutlich höher, mit Spitzenwerten von 49 °C in Tunis, so die ESA. Dies ist schlimmer als die extreme Hitzewelle im Mai, als der ESA-Indikator konstant bei über 50 °C lag. Auf der neuen Karte, auf der die höchsten Temperaturen violett dargestellt sind, wurden Temperaturen von über 55 °C gemessen. Neben weiten Teilen Nordafrikas sind auch Gebiete in Zentral- und Nordspanien sowie im Nordwesten Frankreichs violett markiert. In Italien sind violette Farbtöne in Teilen Siziliens, Zentrallatiums und Apuliens sichtbar.
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Der von der ESA erwähnte Satellit ist Sentinel-3, Teil des europäischen Copernicus-Programms. Er ist mit vier wissenschaftlichen Hauptinstrumenten ausgestattet. Eines davon, das Sea and Land Surface Temperature Radiometer (SLSTR), misst Oberflächentemperaturen an Land und auf See besonders präzise. Es handelt sich um ein Dual-View-Radiometer, das dank seiner mehreren Sensoren, die in verschiedenen Spektralbändern arbeiten und sowohl die von Oberflächen emittierte als auch reflektierte Strahlung erfassen, thermische Belastungen messen kann. Dies ermöglicht die Gewinnung äußerst präziser Daten, die für Klimatologie, Meteorologie und Ozeanographie, aber auch für die Landwirtschaft und das Katastrophenmanagement, wie beispielsweise die aktuelle Hitzewelle und vor allem Waldbrände, von unschätzbarem Wert sind.