Ab heute ist die Alkohol-Wegfahrsperre, ein Gerät, das den Motorstart bei Alkoholspuren verhindert, offiziell erhältlich. Das Verkehrsministerium hat die Liste der zugelassenen Modelle und Werkstätten veröffentlicht und damit die Regelung der neuen Straßenverkehrsordnung umgesetzt. Die Vorschrift gilt für alle Fahrer, die wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss mit einem Blutalkoholwert über 0,8 g/l verurteilt wurden. Ab diesem Grenzwert unterliegt der Führerschein den EU-Vorschriften 68 und 69.
Die Kosten sind erheblich: Der Einbau des Systems kann bis zu 2.000 € kosten und ist vollständig vom Bürger zu tragen.
Dabei handelt es sich nicht um eine einmalige Ausgabe, da die Anschaffungskosten auch die Kosten für regelmäßige Kalibrierung, Wartung und Einweg-Mundstücke umfassen. Bei einem Blutalkoholwert zwischen 0,8 und 1,5 g/l muss das Gerät zwei Jahre lang eingebaut bleiben, bei Werten über 1,5 g/l verlängert sich die Nutzungsdauer auf mindestens drei Jahre.
Eines der kritischsten Probleme, die Federcarrozzieri hervorhebt, betrifft die gemeinsame Nutzung von Fahrzeugen. Ist das einzige Auto einer Familie mit einer Alkohol-Wegfahrsperre ausgestattet, muss jeder, der es fahren möchte – selbst unschuldige Fahrer – einen Atemalkoholtest absolvieren. Die Promillegrenze liegt bei null. Das bedeutet, dass ein Verwandter oder Mitbewohner sich nicht einmal nach einem Glas Wein beim Abendessen ans Steuer setzen darf, da ihm sonst das Fahrzeug abgenommen wird. Die Strafen für Versuche, das System zu umgehen, sind extrem hoch.
Wer trotz der vorgeschriebenen Vorrichtung ein Fahrzeug fährt, riskiert Geldstrafen zwischen 158 und 638 Euro und einen Führerscheinentzug von bis zu sechs Monaten. Wird die Vorrichtung manipuliert oder verändert, verdoppeln sich die Strafen. Jeder Versuch, die Elektronik zu „täuschen“, ist daher äußerst riskant und kann zum dauerhaften Entzug der Fahrerlaubnis führen.
Aktuell ist die Auswahl an Geräten auf wenige autorisierte Hersteller beschränkt, beispielsweise auf Modelle von Zaldy oder den Breatech B1000, die mit den meisten modernen Fahrzeugen, einschließlich Hybrid- und Elektrofahrzeugen, kompatibel sind. Bedenken bestehen jedoch hinsichtlich älterer Fahrzeuge, die möglicherweise technisch nicht für den Einbau geeignet sind. Dies stellt ein weiteres Problem für diejenigen dar, die sich keinen Fahrzeugwechsel leisten können. Der Weg zu mehr Sicherheit ist klar, doch der Preis dafür wird für viele extrem hoch sein.