Der Fund von Lilianas Leiche auf dem Gelände der ehemaligen psychiatrischen Klinik in Triest markiert erst den Anfang eines langen, öffentlichkeitswirksamen Rätsels, das mittlerweile fast überall diskutiert wird. Die Frau, eine ehemalige Angestellte der Regionalverwaltung, wurde zusammengerollt in zwei schwarzen Müllsäcken gefunden, zwei weitere waren um ihren Hals gebunden.
Die neue Autopsie, durchgeführt von Cristina Cattaneo, ergab, dass Liliana am selben Tag ihres Verschwindens, dem 14. Dezember, starb. Sie wurde zunächst geschlagen und gekratzt und dann von hinten erstickt. Kurz gesagt: Die Frau nahm sich nicht das Leben, sondern wurde ermordet. Lilianas Familie hat die Theorie eines Selbstmordes ohnehin nie für möglich gehalten.
Sergio hat insbesondere eine klare Vermutung: Das Motiv für den Tod seiner Schwester ist finanzieller Natur, doch es ist noch etwas anderes vorgefallen. Er erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft, nannte einen Verwandten und gab an, dass Liliana 100.000 Euro auf der Bank eingezahlt hatte.
Leider gestaltet sich die Untersuchung derzeit äußerst schwierig, da die Spurenanalyse ins Stocken geraten ist und die Staatsanwaltschaft Triest die Einstellung des Verfahrens beantragt hat.
Zu viele Aspekte des Mordes an der Frau aus Triest sind weiterhin ungeklärt, allen voran das Motiv. Wer wollte ihr so etwas antun, und warum? Eine Frage, die auch Jahre später noch immer unbeantwortet bleibt. Derweil ist das Rätsel aktueller denn je und wartet auf plausible Erklärungen und vor allem auf den Täter.