Kleidung und Schuhe: Unerwartete Verbündete
Sogar unsere Kleidung kann diese kleinen Entladungen beeinflussen.
Manche Stoffe, insbesondere synthetische wie Polyester oder Nylon, neigen zur statischen Aufladung. Reiben diese Fasern an der Haut oder aneinander, erzeugen sie leicht elektrische Ladungen.
Naturfasern wie Baumwolle oder Wolle hingegen begrenzen dieses Phänomen in der Regel.
Auch Schuhe spielen eine wichtige Rolle. Gummisohlen beispielsweise isolieren den Körper vom Boden und verhindern die allmähliche Entladung der Elektrizität. So bleibt die Ladung bis zum nächsten Kontakt gespeichert.
Warum passiert das sogar, wenn wir jemanden berühren?
Wenn wir einen anderen Menschen berühren, tritt ein ganz einfaches Phänomen auf: Die beiden Körper können leicht unterschiedliche elektrische Ladungen aufweisen.
Ist einer der beiden stärker geladen als der andere, fließt sofort Elektrizität, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Diese Mikrozirkulation von Energie entspricht genau dem, was wir als kleine Entladung wahrnehmen.
Anders als oft angenommen, hat dies nichts mit „persönlicher Energie“ oder einer mysteriösen Verbindung zwischen zwei Menschen zu tun. Es handelt sich lediglich um ein vorübergehendes elektrisches Ungleichgewicht.
Lassen sich diese kleinen Funken vermeiden?
Obwohl sie harmlos sind, können diese kleinen Entladungen etwas lästig sein. Glücklicherweise lassen sie sich mit ein paar einfachen Maßnahmen minimieren.
Die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen ist an sich schon eine gute Angewohnheit: Gut mit Feuchtigkeit versorgte Haut leitet Strom besser und begrenzt die Ladungsbildung.