In den letzten Jahren mehren sich die Anzeichen für Veränderungen auf europäischer und globaler Ebene: Extremwetterereignisse rücken immer stärker in den Fokus der Wissenschaft.
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Die Folgen sind weitreichende Beeinträchtigungen in verschiedenen Bereichen der Gesellschaft: von der Gesundheit über Ökosysteme und Wasserressourcen bis hin zur Landwirtschaft. Alles befindet sich in höchster Alarmbereitschaft und ist mit erheblichen Risiken verbunden.
Was Experten jedoch am meisten beunruhigt, ist die Dauer dieses Trends. Wir fassen die Einschätzungen von Fachleuten zu den Klimaphänomenen zusammen, die Europa und die Welt betreffen.
Die Hitzewelle, die weite Teile Europas seit Ende Juni erfasst hat, lässt langsam nach, und die Temperaturen werden sich voraussichtlich wieder dem Durchschnitt annähern. In vielen Gebieten lagen die Thermometer jedoch konstant über 35 Grad Celsius, während sogenannte Tropennächte die Tiefstwerte über 25 Grad Celsius hielten. Laut dem EuroMomo-System waren allein in der letzten Juniwoche in Europa rund 10.000 Todesfälle auf die Hitze zurückzuführen. Unterdessen deuten Daten des Copernicus-Weltraumteleskops darauf hin, dass 2026 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden und den bisherigen Rekord von 2024 übertreffen könnte.
Zusätzlich verschärft El Niño, das Klimaphänomen, das mit der Erwärmung des Pazifiks einhergeht, die Situation. Die NOAA prognostiziert eine besonders intensive Phase mit außergewöhnlich hohen Temperaturen um Dezember, wodurch die Möglichkeit besteht, dass 2027 weitere Rekorde brechen könnte. Forschungen des italienischen Nationalen Forschungsrats (CNR) und der Universität L’Aquila deuten ebenfalls auf eine Beschleunigung der globalen Erwärmung hin, während die Ozeane laut Copernicus etwa 90 % der überschüssigen Wärme absorbieren. Treibhausgasemissionen bleiben der Hauptgrund für dieses Phänomen: Im Jahr 2025 werden die CO₂-Konzentrationen voraussichtlich 435 ppm erreichen, verglichen mit 278 ppm zu Beginn des Industriezeitalters.