Ein starkes Erdbeben der Stärke 6,1 erschütterte in der Nacht das südliche Tyrrhenische Meer vor der Küste Kalabriens und ließ weite Teile Süditaliens erzittern. Das Beben war deutlich in Kalabrien, Sizilien, Kampanien, Basilikata und Apulien zu spüren und löste bei den Anwohnern Besorgnis aus. Trotz seiner hohen Magnitude wurden jedoch keine nennenswerten Schäden an Personen oder Gebäuden gemeldet.
Viele Anwohner waren überrascht, da Erdbeben dieser Stärke oft sehr schwerwiegende Folgen haben können. Die Erklärung liegt laut Experten in der außergewöhnlichen Tiefe des Bebens.
Ein Erdbeben in einer Tiefe von über 240 Kilometern
Laut Angaben des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) lag das Hypozentrum des Bebens etwa 247 Kilometer unter dem Meeresboden des Tyrrhenischen Meeres, nordwestlich von Kalabrien.
Dies ist eine außergewöhnliche Tiefe. Erdbeben, die die größten Schäden verursachen, ereignen sich in der Regel in den obersten Kilometern der Erdkruste, oft zwischen 5 und 30 Kilometern. In diesem Fall ereignete sich der Bruch jedoch deutlich tiefer, innerhalb der komplexen geologischen Struktur des südlichen Tyrrhenischen Meeres.
Warum ein Erdbeben der Stärke 6,1 keine Zerstörung anrichtete