Entscheidend ist, dass Marsili nicht als unmittelbare Bedrohung gilt. Das INGV erklärt, dass es keine morphologischen Hinweise auf größere Erdrutsche oder Einstürze in der Vergangenheit gibt, obwohl derzeit Studien zur besseren Beurteilung der Stabilität des Vulkans durchgeführt werden. Darüber hinaus gibt es keine Anzeichen dafür, dass tiefe Erdbeben im Tyrrhenischen Meer direkt einen Ausbruch auslösen könnten.
Dass das Thema selten diskutiert wird, liegt auch daran, dass es komplex ist und oft in übertrieben alarmistischem Tonfall behandelt wird. Marsili muss erforscht und überwacht werden, ohne ihn jedoch zu einer unmittelbaren Bedrohung zu machen. Es geht um Forschung und Prävention, nicht um Panik.