1. Schwellungen der Beine (periphere Ödeme) – Das häufigste Symptom
Was ist das? Eines der frühesten und auffälligsten Anzeichen einer fortgeschrittenen Lebererkrankung sind Schwellungen an Füßen, Knöcheln und Unterschenkeln. Diese sogenannten peripheren Ödeme entstehen, wenn überschüssige Flüssigkeit aus den Blutgefäßen austritt und sich im umliegenden Gewebe ansammelt.
Warum kommt es dazu? Bei einer Leberschädigung kann die Leber nicht genügend Albumin produzieren. Albumin ist ein Protein, das Flüssigkeit in den Blutgefäßen bindet. Ohne ausreichend Albumin tritt Flüssigkeit in das umliegende Gewebe aus und verursacht Schwellungen. Zusätzlich kann eine Lebererkrankung den Druck in der Pfortader erhöhen (portale Hypertonie), was die Flüssigkeitsansammlung weiter verstärkt.
Worauf Sie achten sollten:
Schwellungen an Füßen, Knöcheln und Unterschenkeln
Spannungsgefühl, Dehnung oder Glanz der Haut
Eine Delle, die beim Drücken auf die geschwollene Stelle zurückbleibt (Ödem mit Dellenbildung) Schuhe, die zu eng sind oder nicht mehr so gut passen wie zuvor.
Schwellungen, die sich im Laufe des Tages verschlimmern.
Wann sollten Sie sich Sorgen machen? Leichte Schwellungen nach einem langen Tag auf den Beinen sind normal. Anhaltende Schwellungen – insbesondere wenn sie sich durch Hochlagern des Beins nicht bessern oder von anderen Symptomen wie Müdigkeit, Gelbsucht oder Bauchschmerzen begleitet werden – sollten jedoch ärztlich abgeklärt werden.