Heiß, Lorenzo Tedici: „Super tropische Nächte, das Schlimmste kommt erst noch“ (1/2)

Heiß, Lorenzo Tedici: „Super tropische Nächte, das Schlimmste kommt erst noch“ (1/2)

Das Klima bleibt weiterhin von subtropischem Hochdruck geprägt. Am Dienstag, dem 11., Mittwoch, dem 12., und den darauffolgenden Tagen wird es überwiegend sonnig und heiß, wobei Nachmittagsgewitter hauptsächlich auf die Alpen und den Apennin beschränkt bleiben. Im Landesinneren Mittelitaliens und in den Ebenen können die Temperaturen vereinzelt 40 °C erreichen. Auch nachts hält die Hitze an: An den Küsten und in Großstädten sorgt der Hitzeinseleffekt für hohe Tiefsttemperaturen, während die hohe Luftfeuchtigkeit die Abkühlung erschwert. Lorenzo Tedici berichtet von tropischen Nächten mit Temperaturen über 20 °C und supertropischen Nächten mit über 25 °C.

Das Mittelmeer spielt eine entscheidende Rolle. Ende Juni zeigten Daten des Copernicus-Satelliten der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) Abweichungen von bis zu 8 °C über dem Durchschnitt an, mit Wassertemperaturen über 30 °C in mehreren Gebieten. Diese angestaute Wärme kann die nächtliche Luftfeuchtigkeit erhöhen und die Energie für nachfolgende heftige Gewitter steigern. Luca Mercalli wies auf zunehmend warme Nächte hin, während die italienischen Küsten von anhaltend hohen Tiefdruckgebieten betroffen sind. Laut meteorologischen Szenarien steigt das Risiko besonders dann, wenn sich das Hochdruckgebiet abschwächt: Die einströmende kühlere Luft könnte mit der Meereswärme interagieren und innerhalb weniger Stunden Starkregen, Hagelstürme und heftige Gewitter begünstigen. Der mögliche Wendepunkt liegt zwischen dem 17. und 18. August, wenn kühlere Strömungen das afrikanische Hochdruckgebiet abschwächen könnten. Die Prognosen bleiben jedoch vorsichtig: Einige Szenarien sagen eine anhaltende Hitze bis Mitte August voraus, andere einen atlantischen Sturm mit Gewittern und einen Temperaturrückgang. Experten mahnen daher zur Vorsicht.

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