Instinktiv addieren wir die Tausender (was 4000 ergibt) und schätzen dann den Rest. Und genau da liegt das Problem. Die Zehner erscheinen unbedeutend, fast unsichtbar. Deshalb sagen viele Menschen 5000, überzeugt davon, schnell und effizient gewesen zu sein.
In Wirklichkeit ist genau diese Geschwindigkeit das Problem. Unser Gehirn versucht, schnell zu arbeiten, selbst wenn es dabei wichtige Details vernachlässigt.
Die überraschende Rolle der mentalen Überlastung
Dieses Phänomen hat einen Namen: kognitive Überlastung. Konkret bedeutet das: Wenn unser Gehirn zu viele ähnliche Informationen erhält, versucht es, Zeit zu sparen, indem es die Verarbeitung automatisiert.
Hier erzeugt die Wiederholung der Zahl 1000 eine Art mentale Routine. Die anderen Zahlen werden zweitrangig, fast verschwommen. Es ist ein bisschen so, als würde man ein Lied in Dauerschleife hören: Irgendwann gehen uns bestimmte Details verloren.
Das Ergebnis? Wir füllen die Lücken mit Näherungswerten. Und diese Näherungswerte, so klein sie auch sein mögen, reichen aus, um das Endergebnis völlig zu verfälschen.