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Wenn wir essen, nähren wir nicht nur unseren Körper, sondern auch die Billionen von Mikroorganismen, die unseren Darm bewohnen. Die Darmflora umfasst zahlreiche Bakterien-, Viren- und Pilzarten und ist laut Berrino an wichtigen Funktionen beteiligt, von der Verdauung über die Stoffwechselregulation bis hin zur körpereigenen Abwehr.
Genau deshalb spielt eine abwechslungsreiche Ernährung eine entscheidende Rolle. Sie liefert verschiedene Substanzen, die von den Darmbakterien genutzt werden können. Umgekehrt kann eine Ernährung mit vielen gesättigten Fettsäuren und verarbeiteten, ballaststoffarmen Lebensmitteln laut Berrino zu einem Verlust der mikrobiellen Vielfalt führen.
Pflanzliche Ballaststoffe sind dabei besonders wichtig. Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst und Samen liefern Substanzen, die von den Darmbakterien genutzt werden. Resistente Stärke kann ebenfalls eine wertvolle Ressource sein: Sie findet sich beispielsweise in Hartweizennudeln und stärkehaltigen Lebensmitteln wie Kartoffeln und Getreide nach dem Kühlen.
Berrino hebt zudem bestimmte Lebensmittel hervor, die besonders reich an für die Darmflora förderlichen Inhaltsstoffen sind, wie Topinambur, Artischocken, Lauch, Zwiebeln, Äpfel und Leinsamen. In den wärmeren Monaten empfiehlt er außerdem Löwenzahn sowie die Verwendung von Gewürzen, Heilkräutern und Samen. Auch fermentierte Lebensmittel wie Miso, Kefir, Kimchi, Kombucha und Sauerkraut sind empfehlenswert.
Wichtig ist daher, auf Vielfalt zu achten und ballaststoffreiche pflanzliche Lebensmittel zu bevorzugen. Laut Berrino bieten fermentierte Lebensmittel eine größere Vielfalt an Mikroorganismen als herkömmliche Probiotika, deren Verwendung nicht immer ohne Nebenwirkungen ist. Das Ziel ist einfach: Lebensmittel wählen, die eine vielfältigere und ausgewogenere Darmflora unterstützen.