In den vergangenen Stunden hat diese Konstellation bereits spürbare Auswirkungen gezeigt: Am Nachmittag entwickelten sich Gewitter, teils heftig, im Landesinneren Mittel- und Süditaliens. Am stärksten betroffen sind die Regionen Toskana, Umbrien, Latium, Abruzzen, Molise, Kampanien, Basilikata und Kalabrien, mit vereinzelten Ausläufern im Landesinneren Apuliens. Die Phänomene sind unregelmäßig, aber lokal intensiv, mit plötzlichen Schauern, häufiger Gewitteraktivität und möglichen Windböen im Zusammenhang mit den stärker organisierten Gewitterzellen. Auch im Nordosten, insbesondere entlang der Grenze zwischen Friaul-Julisch Venetien und Slowenien, herrscht Instabilität. Dort werden kompakte Wolken und vereinzelte Gewitter gemeldet.
Die Ursache dieser anhaltenden Instabilität liegt im Eindringen kühlerer Luft in höheren Lagen. Diese korrespondiert mit den hohen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit in den unteren Luftschichten und erzeugt so ausgeprägte thermische Kontraste. Diese Kontraste sind besonders wirksam entlang des Apennin- und Alpenmassivs sowie in den angrenzenden Ebenen, wo sie die Entwicklung von Gewitterzellen, die mitunter beträchtliche Intensität erreichen, begünstigen.
Die Lage wird sich voraussichtlich über das Wochenende deutlich verschärfen. Bereits am Freitag, dem 10. Juli, wird die Instabilität zunehmen, mit verbreiteten Gewittern im gesamten Alpenraum und entlang des gesamten zentral-südlichen Apenninkamms. In diesen Gebieten könnten die Phänomene den Charakter eines Wolkenbruchs annehmen, mit lokal hohen Niederschlagsmengen in kurzen Zeitabständen.