Auch Norditalien wird von der Hitze betroffen sein. In der Po-Ebene werden hohe Temperaturen erwartet, wenn auch etwas niedriger als in Mittel- und Süditalien. Gleichzeitig steigt die Frostgrenze in den Alpen deutlich an, was sich direkt auf das Abschmelzen der Gletscher auswirkt, die ohnehin schon stark unter Hitzestress stehen.
Die hohe Luftfeuchtigkeit verschärft die Situation zusätzlich. Warme Luft, die über das Mittelmeer zieht, ist mit Wasserdampf angereichert, was die bioklimatische Belastung erheblich erhöht. Die gefühlten Temperaturen werden höher sein als die tatsächlichen, insbesondere an den Küsten und in großen Städten, wo das Phänomen der sogenannten „tropischen Nächte“ einsetzt: Die Tiefsttemperaturen sinken nicht unter 24–25 °C, was die physiologische Erholung während der Nacht erschwert.
Wie lange dauert die Hitzewelle? Laut aktuellen Modellprognosen könnte diese Hitzewelle mindestens bis zum 18.–20. Juli andauern. Erst danach ist eine mögliche Abschwächung absehbar, die mit dem Durchzug einer Kaltfront aus Nordeuropa zusammenhängt. Diese könnte instabilere Wetterverhältnisse und allmählich sinkende Temperaturen mit sich bringen.