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2. Gesichtslähmung und neuromuskuläre Defizite:
Periphere Gesichtslähmung.
Eine Gesichtslähmung, ob idiopathisch (Bell-Lähmung) oder sekundär aufgrund einer spezifischen neurologischen Erkrankung, beeinträchtigt die Funktion der für den Speichelfluss verantwortlichen Gesichtsmuskulatur. Diese neuromuskuläre Beeinträchtigung äußert sich in einer charakteristischen Gesichtsasymmetrie mit einseitiger Muskelhypotonie.

Begleitende klinische Anzeichen sind ein hängender Mundwinkel, die Unfähigkeit, die Augenlider zu schließen, ein Zucken der Nasenspitze und der Verlust von Gesichtsfalten auf der betroffenen Seite. Diese Symptome gehen stets mit nächtlichem, vermehrtem Speichelfluss einher, der auf der betroffenen Seite besonders stark ausgeprägt ist.

Spezielle neurologische Untersuchung:
Angesichts dieser klinischen Anzeichen ist eine umgehende neurologische Konsultation unerlässlich, um eine genaue ätiologische Diagnose zu stellen. Elektromyographie des Gesichts, Magnetresonanztomographie des Gehirns und spezielle Laboruntersuchungen helfen, die Ursache zu identifizieren und eine geeignete Behandlungsstrategie zu empfehlen.

3. Gastroösophagealer Reflux und Verdauungsstörungen: Pathophysiologischer Mechanismus.
Die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) ist aufgrund eines komplexen Kompensationsmechanismus eine häufige Ursache für nächtlichen vermehrten Speichelfluss. Der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre löst einen physiologischen Schutzreflex aus: eine erhöhte Speichelproduktion. Diese neutralisiert den Säureangriff und schützt die Speiseröhrenschleimhaut.

Dieser reaktive vermehrte Speichelfluss kann insbesondere im Liegen, wenn die Schwerkraft den Säurerückfluss begünstigt, erhebliche Ausmaße annehmen. Der pH-Wert des Speichels passt sich an, um seine Pufferkapazität zu optimieren und die übermäßige Säure effektiv zu neutralisieren.

Weitere Details finden Sie auf der nächsten Seite.

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