Das Verständnis des Zusammenhangs zwischen Einkommen und psychischer Gesundheit erfordert auch das Hinterfragen gängiger Annahmen. Weibliche Alleinverdienerinnen werden oft als ehrgeizige Berufstätige dargestellt, doch in vielen Familien rührt diese Situation daher, dass der Mann seine Arbeit verliert und der Haushalt dadurch in finanzielle Not gerät. Studien zeigen, dass Familien, in denen die Frau Alleinverdienerin ist, tendenziell ein geringeres Gesamteinkommen aufweisen als Familien, in denen der Mann der Hauptverdiener ist. Dies spiegelt die anhaltende geschlechtsspezifische Lohnlücke wider. Aus diesem Grund argumentieren Helen Kowalewska von der Universität Bath und ihre Kollegen, dass viele Regierungen nicht genug tun, um die finanziellen Nachteile von Haushalten mit erwerbstätigen Frauen auszugleichen, und dass eine stärkere soziale Unterstützung für diese Familien notwendig ist.
Warum Geld und Macht das Selbstwertgefühl von Männern beeinflussen