Der Vorfall ereignete sich in Corneto di Toano in der Provinz Reggio Emilia während eines vom Zivilschutz organisierten Sommerlagers. Am späten Nachmittag wurde Alarm ausgelöst, nachdem 31 Personen, darunter 28 Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren und drei Betreuer, über Magen-Darm-Beschwerden wie Erbrechen und Durchfall klagten.
Die Notrufzentrale 118 alarmierte umgehend die Rettungskräfte. Mehrere Krankenwagen mit Notarzteinsatzfahrzeugen trafen am Einsatzort ein und richteten direkt im Lagergelände eine medizinische Versorgungsstation ein. Auch die Carabinieri und das örtliche Gesundheitskoordinierungsteam waren in die Notfallmaßnahmen eingebunden.
Anschließend wurden alle Teilnehmer mit Symptomen in Begleitung von medizinischem Personal und einem Begleitwagen mit dem Bus in das Arcispedale Santa Maria Nuova in Reggio Emilia gebracht. Der Zustand aller Teilnehmer wurde als leicht eingestuft und als „grün“ klassifiziert.
Zu den Hypothesen, die von den Ermittlern geprüft werden, gehört die mögliche Verunreinigung von Wasser, das während eines Ausflugs aus öffentlichen Brunnen getrunken wurde. Ersten Berichten zufolge hatten nicht alle Kinder im Laufe des Tages dasselbe gegessen, und offenbar tranken alle kurz vor dem Auftreten der Symptome dasselbe Wasser.
Toanos Bürgermeister Leonardo Perugi rief die Bevölkerung zur Ruhe auf und versicherte den Familien, dass es den Kindern gut gehe und die Situation umgehend unter Kontrolle gebracht worden sei. Die Behörden werden den Fall und die Ergebnisse der Gesundheitsuntersuchungen weiterhin beobachten, um die Ursache des Vorfalls genau zu ermitteln und gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zu ergreifen.