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Lange Zeit glaubten Wissenschaftler, dass faltige Finger einfach durch das Aufquellen der Haut nach dem Wasserkontakt entstehen. Neuere Forschungen haben jedoch gezeigt, dass dieser Prozess vom Nervensystem gesteuert wird. Bleiben die Hände mehrere Minuten unter Wasser, ziehen sich die Blutgefäße unter der Haut zusammen. Dadurch zieht sich die Haut nach innen und es entstehen die bekannten Falten an Fingerspitzen und Handflächen.
Interessanterweise scheint diese Reaktion einen nützlichen Zweck zu erfüllen. Studien legen nahe, dass faltige Fingerkuppen den Griff auf nassen Gegenständen verbessern, ähnlich wie das Profil eines Autoreifens die Bodenhaftung auf glatten Straßen erhöht. Dies könnte den frühen Menschen einen evolutionären Vorteil verschafft haben, als sie Nahrung sammelten oder sich in feuchten Gebieten fortbewegten.
Bei den meisten Menschen beginnen sich die Fingerkuppen nach etwa fünf bis zehn Minuten Wasserkontakt zu falten. Die Falten verschwinden von selbst, sobald die Haut trocknet und die Durchblutung wieder normal ist. Diese vorübergehende Veränderung ist völlig harmlos und bedarf keiner Behandlung.
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