Doch hinter jeder glänzenden Karriere verbergen sich manchmal Opfer, die im Verborgenen von Menschen gebracht werden, die nie nach Anerkennung verlangten.
Das habe ich im Rückblick auf meinen Lebensweg erkannt. Überzeugt davon, meine Zukunft durch harte Arbeit und Ehrgeiz selbst aufgebaut zu haben, nahm ich mir nie wirklich die Zeit, darüber nachzudenken, was mich so weit gebracht hatte.
Eine Schwester, die mir stets Halt gab und nie klagte.
Meine Schwester musste schon in jungen Jahren schneller erwachsen werden als erwartet. Während viele Gleichaltrige noch studierten und an ihren ersten Projekten arbeiteten, stellte sie ihre Träume plötzlich zurück.
Sie brach ihr Studium ab, nahm mehrere Jobs an, lernte, mit einem knappen Budget auszukommen und jeden Euro wie von Zauberhand sinnvoll einzusetzen – immer mit einem Lächeln und dem gleichen beruhigenden Satz: „Alles wird gut.“
Ich hingegen setzte mein Studium fort, verfolgte meine Projekte und baute mir nach und nach die Karriere auf, von der ich geträumt hatte.
Ohne mich zu fragen, wie das alles überhaupt möglich war.
Eine arrogante Aussage, die ich mein Leben lang bereuen werde.
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