Vom Wismarer Hafen zum Timmendorfer Strand: Die Odyssee des Buckelwals
Bild: KI
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Alles begann Anfang März: Fischer entdeckten den riesigen Wal plötzlich im Wismarer Hafen. Wenige Tage später trieb das Tier in Richtung Lübecker Bucht, wo es auf einer Sandbank nahe Timmendorfer Strand strandete. Eine nächtliche Rettungsaktion mit einem Bagger und das Ausheben eines Kanals per Hand lösten große Freude aus: Der Wal konnte wieder frei schwimmen.
Doch die Freude währte nicht lange. Knapp eine Woche später strandete er erneut vor Wismar. Zweifellos hinderten ihn seine erschöpften Energiereserven und Überreste eines alten Fischernetzes im Maul daran, sich zu orientieren.
Wir erklären Ihnen im Detail, warum selbst erfahrene Experten nun ratlos sind.
Experten unter Druck – was sagt die Wissenschaft?
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Forscher des Deutschen Ozeanographischen Museums, der Tierärztlichen Hochschule Hannover und des ITAW analysieren unermüdlich die Atmung, den Hautzustand und das Navigationsverhalten des Wals. Ihr Ergebnis ist alarmierend: Obwohl der Wal überraschend gut genährt ist, weist er Sekundärinfektionen an der Flanke und eine verlangsamte Atmung auf – deutliche Anzeichen von Stress und Erschöpfung.
Das Team wendet die sogenannte Paddelschlag-Technik an: Laute, rhythmische Paddelschläge sollen das Tier sanft, aber nicht berühren, ermutigen. Ein heikler Balanceakt zwischen Hilfe und Erschrecken.
Doch nicht nur die medizinischen Aspekte sorgen für Emotionen: Es gibt auch viele persönliche Spannungen.