Ein Wanderpaar, der 41-jährige Rugby-Trainer Davide Cesaroni und die 38-jährige Ingenieurin Chiara Pesaresi, erlebte tagelange Angst und Durchhaltevermögen in den Bergen, die glücklicherweise mit ihrer Wiedervereinigung endeten.
Davide Cesaroni und Chiara Pesaresi waren in den Belluner Dolomiten unterwegs, als sie die Orientierung verloren. Die von ihnen gewählte Rundroute wurde zum Albtraum, als der Pfad zwischen den Bäumen fast unsichtbar wurde. In einer unpassierbaren Stelle angekommen, beschlossen sie, umzukehren und auf bessere Bedingungen zu warten.
Doch wie haben sie überlebt? Um zu überleben, bauten sie sich eine Hütte aus zwei Kiefern mit dichtem Nadelkleid und Ästen, die sie ringsum aneinander trieben und so vor Feuchtigkeit, Wind und der Kälte der Nacht schützten. Sie hielten sich warm, indem sie eng beieinander blieben, da die Temperatur in 1600 Metern Höhe nachts rapide sinkt. Das Wasser aus einem Bach war lebenswichtig für die Flüssigkeitszufuhr, da sie bis kurz zuvor ihren eigenen Urin getrunken hatten, während Chiara in den Tagen der Isolation Walderdbeeren pflückte, um neue Kraft zu tanken.
Nach fast einer Woche ohne Kontakt wurde dank der Familie Alarm geschlagen. An der Suche beteiligten sich die Carabinieri, der Zivilschutz und die Bergwacht. Der Wendepunkt kam, als Davide sich in ein besser einsehbares Gebiet begab. Als der Hubschrauber vorbeiflog, ermöglichte das richtige Signal den Rettern, ihn zu orten. Die Carabinieri erkannten Davide und fragten nach Chiara: Augenblicke später waren beide außer Lebensgefahr.