Warum Geld und Macht das Selbstwertgefühl von Männern beeinflussen
Das Einkommen eines Menschen kann einen erheblichen Einfluss auf sein psychisches Wohlbefinden haben, insbesondere im Vergleich zu seinem Umfeld. Für viele Männer können solche Vergleiche Stress verursachen und ihr Selbstwertgefühl beeinträchtigen.
Dave, der sich um die Kinder kümmert, gab zu, dass es ihm schwerfiel zu akzeptieren, dass seine Frau die Hauptverdienerin war. Er sagte, es kränkte seinen Stolz, sie den Großteil des Familieneinkommens verdienen zu sehen.
Tom, ebenfalls ein Hausmann, erklärte, dass er oft negative Reaktionen von anderen Männern erfährt. Er glaubt, dass manche annehmen, ein Mann, der nicht außer Haus arbeitet, sei weniger Mann.
Brendon sah sich ähnlicher Kritik ausgesetzt. Er gab zu, dass einige seiner Verwandten ihn mit abfälligen Spitznamen verspotteten, weil er Hausmann war, während seine Partnerin das Geld verdiente.
Diese Erfahrungen verdeutlichen das soziale Stigma, das Männer umgibt, deren Partnerinnen die Hauptverdienerinnen sind, und zeigen, wie traditionelle Geschlechterrollen die psychische Gesundheit von Männern beeinträchtigen können.
Die Männer in der Studie erklärten, dass ein Großteil der Kritik, der sie ausgesetzt waren, auf der tief verwurzelten Überzeugung beruhte, dass Männer die Hauptverdiener sein sollten. Da Frauen jedoch mehr verdienen als ihre Partner, verändern sich die traditionellen Familienrollen. Dies unterstreicht den Einfluss des Einkommens auf Autorität und Entscheidungsfindung sowohl innerhalb der Familie als auch in der Gesellschaft insgesamt.
Ein wesentlicher Grund für die Bedeutung dieser Veränderungen liegt darin, dass Einkommen oft mit Macht und Status assoziiert wird. Wenn ein Mann – entgegen den gesellschaftlichen Erwartungen – nicht der Hauptverdiener ist, kann er einen Verlust an Selbstvertrauen und Kontrolle erleben. Dies kann sich negativ auf seine psychische Gesundheit auswirken und in manchen Fällen das Risiko einer Trennung oder Scheidung erhöhen.