Obwohl sie in unseren Küchen alltäglich sind, können einige Lebensmittel bei unvorsichtigem Verzehr tödlich sein. Hier sind fünf gängige Zutaten, deren unsachgemäßer Verzehr schwerwiegende, sogar tödliche Folgen haben kann.
1. Kartoffeln: Vorsicht vor Solanin
Kartoffeln, ein Grundnahrungsmittel der französischen Küche, insbesondere im Norden, können giftig sein. Sie enthalten das Molekül Solanin, das gefährlich wird, wenn die Knolle nicht richtig gelagert oder unter bestimmten Bedingungen verzehrt wird.
Auswirkungen von Solanin auf den Körper
Solanin ist ein natürliches Toxin, das sich in Kartoffeln bildet, wenn diese Licht ausgesetzt sind oder keimen. Übermäßiger Verzehr dieses Moleküls verursacht schwere neurologische Probleme: Zittern, Koordinationsstörungen und Muskelsteifheit. Es beeinträchtigt auch das Verdauungssystem und führt zu Erbrechen und starkem Durchfall – Symptome des Versuchs des Körpers, das Toxin auszuscheiden. Todesfälle sind zwar selten, aber Dehydrierung und Magenreizungen sind häufige und schwerwiegende Folgen.
Wie isst man Kartoffeln sicher?
Um Vergiftungsrisiken zu vermeiden, wählen Sie Kartoffeln ohne Keime oder grüne Verfärbungen, da diese auf Solanin hinweisen. Lagern Sie sie kühl, trocken und lichtgeschützt. Schälen Sie sie und entfernen Sie die Keime vor dem Kochen. Durch das Kochen wird der Solaningehalt ebenfalls reduziert, wodurch die Kartoffeln genießbar werden.
2. Muskatnuss: Ein Gewürz mit unerwarteten Wirkungen
Muskatnuss, die aufgrund ihres feinen Aromas in vielen Gerichten verwendet wird, kann bei übermäßigem Verzehr schwere Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Ihr Wirkstoff Myristicin ist für die psychotropen Effekte verantwortlich und kann in einer Überdosis tödlich sein.
Wirkungen von Myristicin
In kleinen Mengen verursacht Myristicin leichte Taubheit oder Schwindel, die manche Menschen aufgrund ihrer psychoaktiven Wirkung suchen. Bei Mengen von mehr als 20 Gramm (entspricht zwei Esslöffeln) kann der Verzehr von Muskatnuss jedoch Herzrasen, kalten Schweiß, Zittern, Erbrechen und mitunter Krämpfe auslösen.