Mit einer Nachricht auf ihrer Facebook-Seite brach Eugenia Roccella das Schweigen, das sie in den Tagen nach dem Verschwinden ihres Mannes Luigi Cavallari bewahrt hatte. „Ich versuche, jedem persönlich zu antworten, und ich weiß, Sie werden Verständnis haben, wenn es etwas dauert“, schrieb die Ministerin und dankte allen, die ihr Mitgefühl ausgedrückt hatten. In ihrem Beitrag sprach sie von einer „Welle der Zuneigung“, die ihr in dieser schmerzlichen Zeit die Kraft gebe, diese schwere Zeit zu überstehen. Sie schloss die Nachricht mit einem einfachen, aber herzlichen „Danke“.
Unterdessen wird die Suche im Vico-See unvermindert fortgesetzt. Feuerwehrtaucher aus der Lombardei, Kalabrien, Sardinien und Latium sind weiterhin vor Ort im Einsatz, unterstĂĽtzt von Jetskis, Drohnen und anderer SpezialausrĂĽstung.
Die Suchaktionen gestalten sich aufgrund der eingeschränkten Sicht unter Wasser und des schlammigen Meeresbodens besonders schwierig, was die Erkundung des Gebiets, in dem der Mann zuletzt gesehen wurde, erschwert.
Der 84-jährige Luigi Cavallari war am vergangenen Samstagnachmittag mit seiner Frau auf einem Bootsausflug auf dem See, als er ins Wasser sprang und nicht wieder auftauchte. Eugenia Roccella alarmierte sofort die Rettungskräfte, sodass diese nur wenige Minuten nach dem Vorfall ausrücken konnten.
Der Vorfall löste in der Öffentlichkeit große Empörung aus. Zahlreiche Solidaritätsbekundungen erreichten die Ministerin und ihre Familie. Neben den Beileidsbekundungen tauchten jedoch auch beleidigende Kommentare und persönliche Angriffe gegen die Regierungsbeamtin in den sozialen Medien auf, die in dieser besonders heiklen Zeit Empörung und Forderungen nach Respekt auslösten.
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